Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 76

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Seitenzählung 67R

einzig in diesem Kriege da. Besichtigung des berühmten Münsters.

9. April 1917.

Mittags 12 30 Abmarsch zum Verladen auf dem

Neudorfer Bahnhof. Abfahrt 2 18.


11. April 1917.

Dies Kommando war für mich das beste Geburts-

tagsgeschenk.

1 30 nachts langten wir in Brandenburg an.

Logis im Bahnhofshotel.

12. April 1917.

Nachmittags erhielt ich zu meiner Uberraschung

die Erlaubnis, nach Berlin zu gondeln. Ich ließ

mir das nicht 2x sagen, sondern sauste mit dem D-Zug

6 49 abends nach Osten. 8 15 war ich in Berlin u. suchte

sofort Wilm auf. Gutes Amusement. Am nächsten

Tage war wir in "Altheidelberg", was mir in

Seitenzählung 68

seiner frischen Art, wie es gespielt wurde, sehr ge-

fallen hat.

14. April 1917.

11 32 vormitt. fuhr ich wieder zurück nach Branden-

burg, wo ich zum Mittagessen im Kasino eintraf u.

mich zurückmeldete.

16. April 1917.

Besuch Wilm's bei mir, was mich riesig freute.

17. April 1917.

Meine Zeit in Brandenburg ging nachmittags zu

Ende; denn ich fuhr nachm. 4h mit einem Arbeitskom-

mando nach Neu-Ruppin, wo wir ja meistens

plötzlich unerwartet abends 9h ankamen u. bis zum

nächsten Tage im Zuge verblieben. Unterwegs fuhren

wir versehentlich auf ein totes Gleis, wo wir auf

Milchloren auffuhren, wobei eine Frau um ihr Le-

ben kam. Wie ganz anders packt einen die Ansicht

des Todes im Land als draußen im Felde, wo man

an Toten fast ohne Gefühl nur mit einer heiligen

Scheu vorüberging.

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Seitenzählung 67R

einzig in diesem Kriege da. Besichtigung des berühmten Münsters.

9. April 1917.

Mittags 12 30 Abmarsch zum Verladen auf dem

Neudorfer Bahnhof. Abfahrt 2 18.


11. April 1917.

Dies Kommando war für mich das beste Geburts-

tagsgeschenk.

1 30 nachts langten wir in Brandenburg an.

Logis im Bahnhofshotel.

12. April 1917.

Nachmittags erhielt ich zu meiner Uberraschung

die Erlaubnis, nach Berlin zu gondeln. Ich ließ

mir das nicht 2x sagen, sondern sauste mit dem D-Zug

6 49 abends nach Osten. 8 15 war ich in Berlin u. suchte

sofort Wilm auf. Gutes Amusement. Am nächsten

Tage war wir in "Altheidelberg", was mir in

Seitenzählung 68

seiner frischen Art, wie es gespielt wurde, sehr ge-

fallen hat.

14. April 1917.

11 32 vormitt. fuhr ich wieder zurück nach Branden-

burg, wo ich zum Mittagessen im Kasino eintraf u.

mich zurückmeldete.

16. April 1917.

Besuch Wilm's bei mir, was mich riesig freute.

17. April 1917.

Meine Zeit in Brandenburg ging nachmittags zu

Ende; denn ich fuhr nachm. 4h mit einem Arbeitskom-

mando nach Neu-Ruppin, wo wir ja meistens

plötzlich unerwartet abends 9h ankamen u. bis zum

nächsten Tage im Zuge verblieben. Unterwegs fuhren

wir versehentlich auf ein totes Gleis, wo wir auf

Milchloren auffuhren, wobei eine Frau um ihr Le-

ben kam. Wie ganz anders packt einen die Ansicht

des Todes im Land als draußen im Felde, wo man

an Toten fast ohne Gefühl nur mit einer heiligen

Scheu vorüberging.


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  • December 31, 2019 16:55:47 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 67R

    einzig in diesem Kriege da. Besichtigung des berühmten Münsters.

    9. April 1917.

    Mittags 12 30 Abmarsch zum Verladen auf dem

    Neudorfer Bahnhof. Abfahrt 2 18.


    11. April 1917.

    Dies Kommando war für mich das beste Geburts-

    tagsgeschenk.

    1 30 nachts langten wir in Brandenburg an.

    Logis im Bahnhofshotel.

    12. April 1917.

    Nachmittags erhielt ich zu meiner Uberraschung

    die Erlaubnis, nach Berlin zu gondeln. Ich ließ

    mir das nicht 2x sagen, sondern sauste mit dem D-Zug

    6 49 abends nach Osten. 8 15 war ich in Berlin u. suchte

    sofort Wilm auf. Gutes Amusement. Am nächsten

    Tage war wir in "Altheidelberg", was mir in

    Seitenzählung 68

    seiner frischen Art, wie es gespielt wurde, sehr ge-

    fallen hat.

    14. April 1917.

    11 32 vormitt. fuhr ich wieder zurück nach Branden-

    burg, wo ich zum Mittagessen im Kasino eintraf u.

    mich zurückmeldete.

    16. April 1917.

    Besuch Wilm's bei mir, was mich riesig freute.

    17. April 1917.

    Meine Zeit in Brandenburg ging nachmittags zu

    Ende; denn ich fuhr nachm. 4h mit einem Arbeitskom-

    mando nach Neu-Ruppin, wo wir ja meistens

    plötzlich unerwartet abends 9h ankamen u. bis zum

    nächsten Tage im Zuge verblieben. Unterwegs fuhren

    wir versehentlich auf ein totes Gleis, wo wir auf

    Milchloren auffuhren, wobei eine Frau um ihr Le-

    ben kam. Wie ganz anders packt einen die Ansicht

    des Todes im Land als draußen im Felde, wo man

    an Toten fast ohne Gefühl nur mit einer heiligen

    Scheu vorüberging.


Description

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  • 48.5691135||7.762094||11||

    Straßburg

  • 48.5680465||7.7607619||14||

    Neudorf

  • 52.4266773||12.543539||11||

    Brandenburg an der Havel

  • 52.5068441||13.4247317||10||

    Berlin

  • 52.9455787||12.8227309||10||

    Neuruppin

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Straßburg
  • Additional document location Neudorf
  • Additional document location Brandenburg an der Havel
  • Additional document location Berlin
  • Additional document location Neuruppin


ID
12595 / 144538
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


April 7, 1917 – April 17, 1917
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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