Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 75

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Seitenzählung 66R

F-St, ritt aber gegen 6h abends auf dem Treidelpfad

am Kanal entlang zu den Protzen zurück.

25. März 1917.

Umzug in die Quartiere der 8/11, die heute zum Ver-

laden nach Libercourt abrückt. Spaziergang mit

Ltn. Hanke nach Oignies.

28. März 1917.

Übernahme des Ausbaues der Reservestellungen

u. Verstärkungsstellungen der Division von Ltn.

Land (Rgt 11) Nun hatte ich Wohnung in F-St u.

Wohnung in Lens bei einer Architektenfrau in

der rue Pasteur No 18. Wegen der starken Be-

schießung von Lens zog ich vor, in der F St zu schlafen.

31. März 1917.

Auf eignen Wunsch zu einer Neuformation

beim stellvertr. Generalkommando des 15 A K

in Straßburg versetzt.

3. April 1917.

Nach einem Liebesmahl im Offz. kasino in Henin-

Lietard fuhr ich von dort 4 15 mit Glückwünschen

Seitenzählung 67

meiner Kameraden, die mich bis zur Bahn begleitet

hatten, ab.

4. April 1917.

Gegen Mittag langte ich in Straßburg an, wo ich

auf der Feldinspektion das kaum Glaubliche erfuhr

daß meine Formation zu Ernte- u. Bestellarbeiten ins

Innere Deutschlands verschickt wurde. Ich kam zum

Rgt 51, das für die III. Abteil. des F A Rgt 247 2. Bttr.

aufstellte. Bttr.f. war Oberltn. Driver (alter 75er)

Ltn. Steubner (4er, Magdeburg) Ltn. Boltze (75er)

Nachmittags suchte ich mir eine Wohnung.

7. April 1917.

Endlich mal aus dem elenden Frontleben heraus-

gekommen zu sein, ist ein wahres Glück, was

man so recht gebrauchen kann. Aber solch ein

Glück zu haben, zu landwirtschaftlichen Arbeiten

in der Provinz Brandenburg verwandt zu werden,

hatte sich niemand träumen lassen, als er zur

Neuformation nach Straßburg versetzt wurde. 

Ein solcher Vorzug eines Frontsoldaten steht wohl

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Seitenzählung 66R

F-St, ritt aber gegen 6h abends auf dem Treidelpfad

am Kanal entlang zu den Protzen zurück.

25. März 1917.

Umzug in die Quartiere der 8/11, die heute zum Ver-

laden nach Libercourt abrückt. Spaziergang mit

Ltn. Hanke nach Oignies.

28. März 1917.

Übernahme des Ausbaues der Reservestellungen

u. Verstärkungsstellungen der Division von Ltn.

Land (Rgt 11) Nun hatte ich Wohnung in F-St u.

Wohnung in Lens bei einer Architektenfrau in

der rue Pasteur No 18. Wegen der starken Be-

schießung von Lens zog ich vor, in der F St zu schlafen.

31. März 1917.

Auf eignen Wunsch zu einer Neuformation

beim stellvertr. Generalkommando des 15 A K

in Straßburg versetzt.

3. April 1917.

Nach einem Liebesmahl im Offz. kasino in Henin-

Lietard fuhr ich von dort 4 15 mit Glückwünschen

Seitenzählung 67

meiner Kameraden, die mich bis zur Bahn begleitet

hatten, ab.

4. April 1917.

Gegen Mittag langte ich in Straßburg an, wo ich

auf der Feldinspektion das kaum Glaubliche erfuhr

daß meine Formation zu Ernte- u. Bestellarbeiten ins

Innere Deutschlands verschickt wurde. Ich kam zum

Rgt 51, das für die III. Abteil. des F A Rgt 247 2. Bttr.

aufstellte. Bttr.f. war Oberltn. Driver (alter 75er)

Ltn. Steubner (4er, Magdeburg) Ltn. Boltze (75er)

Nachmittags suchte ich mir eine Wohnung.

7. April 1917.

Endlich mal aus dem elenden Frontleben heraus-

gekommen zu sein, ist ein wahres Glück, was

man so recht gebrauchen kann. Aber solch ein

Glück zu haben, zu landwirtschaftlichen Arbeiten

in der Provinz Brandenburg verwandt zu werden,

hatte sich niemand träumen lassen, als er zur

Neuformation nach Straßburg versetzt wurde. 

Ein solcher Vorzug eines Frontsoldaten steht wohl


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  • January 1, 2020 14:12:25 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 66R

    F-St, ritt aber gegen 6h abends auf dem Treidelpfad

    am Kanal entlang zu den Protzen zurück.

    25. März 1917.

    Umzug in die Quartiere der 8/11, die heute zum Ver-

    laden nach Libercourt abrückt. Spaziergang mit

    Ltn. Hanke nach Oignies.

    28. März 1917.

    Übernahme des Ausbaues der Reservestellungen

    u. Verstärkungsstellungen der Division von Ltn.

    Land (Rgt 11) Nun hatte ich Wohnung in F-St u.

    Wohnung in Lens bei einer Architektenfrau in

    der rue Pasteur No 18. Wegen der starken Be-

    schießung von Lens zog ich vor, in der F St zu schlafen.

    31. März 1917.

    Auf eignen Wunsch zu einer Neuformation

    beim stellvertr. Generalkommando des 15 A K

    in Straßburg versetzt.

    3. April 1917.

    Nach einem Liebesmahl im Offz. kasino in Henin-

    Lietard fuhr ich von dort 4 15 mit Glückwünschen

    Seitenzählung 67

    meiner Kameraden, die mich bis zur Bahn begleitet

    hatten, ab.

    4. April 1917.

    Gegen Mittag langte ich in Straßburg an, wo ich

    auf der Feldinspektion das kaum Glaubliche erfuhr

    daß meine Formation zu Ernte- u. Bestellarbeiten ins

    Innere Deutschlands verschickt wurde. Ich kam zum

    Rgt 51, das für die III. Abteil. des F A Rgt 247 2. Bttr.

    aufstellte. Bttr.f. war Oberltn. Driver (alter 75er)

    Ltn. Steubner (4er, Magdeburg) Ltn. Boltze (75er)

    Nachmittags suchte ich mir eine Wohnung.

    7. April 1917.

    Endlich mal aus dem elenden Frontleben heraus-

    gekommen zu sein, ist ein wahres Glück, was

    man so recht gebrauchen kann. Aber solch ein

    Glück zu haben, zu landwirtschaftlichen Arbeiten

    in der Provinz Brandenburg verwandt zu werden,

    hatte sich niemand träumen lassen, als er zur

    Neuformation nach Straßburg versetzt wurde. 

    Ein solcher Vorzug eines Frontsoldaten steht wohl


  • January 1, 2020 14:09:58 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 66R

    F-St, ritt aber gegen 6h abends auf dem Treidelpfad

    am Kanal entlang zu den Protzen zurück.

    25. März 1917.

    Umzug in die Quartiere der 8/11, die heute zum Ver-

    laden nach Libercourt abrückt. Spaziergang mit

    Ltn. Hanke nach Oignies.

    28. März 1917.

    Übernahme des Ausbaues der Reservestellungen

    u. Verstärkungsstellungen der Division von Ltn.

    Land (Rgt 11) Nun hatte ich Wohnung in F-St u.

    Wohnung in Lens bei einer Architektenfrau in

    der rue Pasteur No 18. Wegen der starken Be-

    schießung von Lens zog ich vor, in der F St zu schlafen.

    31. März 1917.

    Auf eignen Wunsch zu einer Neuformation

    beim stellvertr. Generalkommando des 15 A K

    in Straßburg versetzt.

    3. April 1917.

    Nach einem Liebesmahl im Offz. kasino in Henin-

    Lietard fuhr ich von dort 4 15 mit Glückwünschen

    Seitenzählung 67

    meiner Kameraden, die mich bis zur Bahn begleitet

    hatten, ab.

    4. April 1917.

    Gegen Mittag langte ich in Straßburg an, wo ich

    auf der Feldinspektion das kaum Glaubliche erfuhr

    daß meine Formation zu Ernte- u. Bestellarbeiten ins

    Innere Deutschlands verschickt wurde. Ich kam zum

    Rgt 51, das für die III. Abteil. des F A Rgt 247 2. Bttr.

    aufstellte. Bttr.f. war Oberltn. Driver (alter 75er)

    Ltn. Steubner (4er, Magdeburg) Ltn. Boltze (75er)

    Nachmittags suchte ich mir eine Wohnung.

    7. April 1917.

    Endlich mal aus dem elenden Frontleben heraus-

    gekommen zu sein, ist ein wahres Glück, was

    man so recht gebrauchen kann. Aber solch ein

    Glück zu haben, zu landwirtschaftlichen Arbeiten

    in der Provinz Brandenburg verwandt zu werden,

    hatte sich niemand träumen lassen, als er zur

    Neuformation nach Straßburg versetzt wurde.

    Ein solcher Vorzug eines Frontsoldaten steht wohl


  • December 31, 2019 16:44:27 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 66R

    F-St, ritt aber gegen 6h abends auf dem Treidelpfad

    am Kanal entlang zu den Protzen zurück.

    25. März 1917.

    Umzug in die Quartiere der 8/11, die heute zum Ver-

    laden nach Libercourt abrückt. Spaziergang mit

    Ltn. Hanke nach Oignies.

    28. März 1917.

    Übernahme des Ausbaues der Reservestellungen

    u. Verstärkungsstellungen der Division von Ltn.

    Land (Rgt 11) Nun hatte ich Wohnung in F-St u.

    Wohnung in Lens bei einer Architektenfrau in

    der rue Pasteur No 18. Wegen der starken Be-

    schießung von Lens zog ich vor, in der F St zu schlafen.

    31. März 1917.

    Auf eignen Wunsch zu einer Neuformation

    beim stellvertr. Generalkommando des 15 A K

    in Straßburg versetzt.

    3. April 1917.

    Nach einem Liebesmahl im Offz. kasino in Henin-

    Lietard fuhr ich von dort 4 15 mit Glückwünschen

    Seitenzählung 67

    meiner Kameraden, die mich bis zur Bahn begleitet

    hatten, ab.

    4. April 1917.

    Gegen Mittag langte ich in Straßburg an, wo ich

    auf der Feldinspektion das kaum Glaubliche erfuhr

    daß meine Formation zu Ernte- u. Bestellarbeiten ins

    Inndere Deutschlands verschickt wurde. Ich kam zum

    Rgt 51, das für die III. Abteil. des F A Rgt 247 2. Bttr.

    aufstellte. Bttr.f. war Oberltn. Driver (alter 75er)

    Ltn. Steubner (4er, Magdeburg) Ltn. Boltze (75er)

    Nachmittags suchte ich mir eine Wohnung.

    7. April 1917.

    Endlich mal aus dem elenden Frontleben heraus-

    gekommen zu sein, ist ein wahres Glück, was

    man so recht gebrauchen kann. Aber solch ein

    Glück zu haben, zu landwirtschaftlichen Arbeiten

    in der Provinz Brandenburg verwandt zu werden,

    hatte sich niemand träumen lassen, als er zur

    Neuformation nach Straßburg versetzt wurde.

    Ein solcher Vorzug eines Frontsoldaten steht wohl


Description

Save description
  • 50.4834615||3.003061||14||

    Libercourt

  • 50.4636359||2.991713||14||

    Oignies

  • 50.4395259||2.8190701||13||

    Lens

  • 50.4049081||2.9233541||12||

    Henin-Lietard

  • 48.5691135||7.762094||11||

    Straßburg

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Libercourt
  • Additional document location Oignies
  • Additional document location Lens
  • Additional document location Henin-Lietard
  • Additional document location Straßburg


ID
12595 / 144537
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


March 24, 1917 – April 7, 1917
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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