Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 67

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Seitenzählung 58R

mir krepierten. Das  Übel wurde abgestellt. Nachmitt.

Sperrfeuerprobe mit Ltn. Böhme. Im Sturmlauf zu-

rück.

25. November 1916.

Stellung der 5. u. 6. Komp. besucht.

26. November 1916.

Regen u. Schlamm machten jede Operation un-

möglich.

27. November 1916.

Im vorgeschobenen Teil der 12. Komp., um Sperrf.

genau zu kontrollieren.

28. November 1916.

Vormitt. abgelöst von V-W. Kitrowsky. Auf dem

Rückweg geriet ich in der Dorfstraße von Mirau-

mont bis an den Bauch in ein Granatloch, was

bis obenhin mit Schlamm angefüllt war. In

diesem Aufzug marschierte ich bei Frostwetter erst noch zur

Protzenstellung (20 km - 25 km hinter der Front)

Auf dem Wege lud ich meinen Begleitmann auf

die rückwärtige Schoßkelle eines Fouragewagen,

Seitenzählung 59

der sich plötzlich in Trab setzte u ich nicht mehr

fragen konnte, wohin er führe. Glücklicherweise

rissen an einem Kreuzwege die Ketten und

der Mann mit samt dem Gepäck lag auf der Stra-

ße. Der Wagen hatte wirklich eine andere Rich-

tung eingeschlagen als unsere Marschroute auf-

wies. Erst in Vaulx hatten wir Fahrgelegenheit

auf einem Lastauto. 7 30 kamen wir halb

erfroren in Quéant, wohin die Protzen übergesie-

delt waren, an. Mir mußten die Stiefel auf-

getrennt werden, da der Kreideschlamm sich wie

ein Gipsverband um meine Füße gelegt

hatte.

1. Dezember 1916.

Besichtigung der neuen Bttr.-stellung, die wir

beziehen sollten. Sie lag nrdl. von Irles, in

einen Hang hineingearbeitet; u. besetzt von

4/116, die wir seinerzeit bei Reims abgelöst hatten.

2. Dezember 1916.

Früh 4h brachte ich bei starkem Frost den ersten

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Seitenzählung 58R

mir krepierten. Das  Übel wurde abgestellt. Nachmitt.

Sperrfeuerprobe mit Ltn. Böhme. Im Sturmlauf zu-

rück.

25. November 1916.

Stellung der 5. u. 6. Komp. besucht.

26. November 1916.

Regen u. Schlamm machten jede Operation un-

möglich.

27. November 1916.

Im vorgeschobenen Teil der 12. Komp., um Sperrf.

genau zu kontrollieren.

28. November 1916.

Vormitt. abgelöst von V-W. Kitrowsky. Auf dem

Rückweg geriet ich in der Dorfstraße von Mirau-

mont bis an den Bauch in ein Granatloch, was

bis obenhin mit Schlamm angefüllt war. In

diesem Aufzug marschierte ich bei Frostwetter erst noch zur

Protzenstellung (20 km - 25 km hinter der Front)

Auf dem Wege lud ich meinen Begleitmann auf

die rückwärtige Schoßkelle eines Fouragewagen,

Seitenzählung 59

der sich plötzlich in Trab setzte u ich nicht mehr

fragen konnte, wohin er führe. Glücklicherweise

rissen an einem Kreuzwege die Ketten und

der Mann mit samt dem Gepäck lag auf der Stra-

ße. Der Wagen hatte wirklich eine andere Rich-

tung eingeschlagen als unsere Marschroute auf-

wies. Erst in Vaulx hatten wir Fahrgelegenheit

auf einem Lastauto. 7 30 kamen wir halb

erfroren in Quéant, wohin die Protzen übergesie-

delt waren, an. Mir mußten die Stiefel auf-

getrennt werden, da der Kreideschlamm sich wie

ein Gipsverband um meine Füße gelegt

hatte.

1. Dezember 1916.

Besichtigung der neuen Bttr.-stellung, die wir

beziehen sollten. Sie lag nrdl. von Irles, in

einen Hang hineingearbeitet; u. besetzt von

4/116, die wir seinerzeit bei Reims abgelöst hatten.

2. Dezember 1916.

Früh 4h brachte ich bei starkem Frost den ersten


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  • December 31, 2019 10:39:18 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 58R

    mir krepierten. Das  Übel wurde abgestellt. Nachmitt.

    Sperrfeuerprobe mit Ltn. Böhme. Im Sturmlauf zu-

    rück.

    25. November 1916.

    Stellung der 5. u. 6. Komp. besucht.

    26. November 1916.

    Regen u. Schlamm machten jede Operation un-

    möglich.

    27. November 1916.

    Im vorgeschobenen Teil der 12. Komp., um Sperrf.

    genau zu kontrollieren.

    28. November 1916.

    Vormitt. abgelöst von V-W. Kitrowsky. Auf dem

    Rückweg geriet ich in der Dorfstraße von Mirau-

    mont bis an den Bauch in ein Granatloch, was

    bis obenhin mit Schlamm angefüllt war. In

    diesem Aufzug marschierte ich bei Frostwetter erst noch zur

    Protzenstellung (20 km - 25 km hinter der Front)

    Auf dem Wege lud ich meinen Begleitmann auf

    die rückwärtige Schoßkelle eines Fouragewagen,

    Seitenzählung 59

    der sich plötzlich in Trab setzte u ich nicht mehr

    fragen konnte, wohin er führe. Glücklicherweise

    rissen an einem Kreuzwege die Ketten und

    der Mann mit samt dem Gepäck lag auf der Stra-

    ße. Der Wagen hatte wirklich eine andere Rich-

    tung eingeschlagen als unsere Marschroute auf-

    wies. Erst in Vaulx hatten wir Fahrgelegenheit

    auf einem Lastauto. 7 30 kamen wir halb

    erfroren in Quéant, wohin die Protzen übergesie-

    delt waren, an. Mir mußten die Stiefel auf-

    getrennt werden, da der Kreideschlamm sich wie

    ein Gipsverband um meine Füße gelegt

    hatte.

    1. Dezember 1916.

    Besichtigung der neuen Bttr.-stellung, die wir

    beziehen sollten. Sie lag nrdl. von Irles, in

    einen Hang hineingearbeitet; u. besetzt von

    4/116, die wir seinerzeit bei Reims abgelöst hatten.

    2. Dezember 1916.

    Früh 4h brachte ich bei starkem Frost den ersten


  • December 31, 2019 10:31:06 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 58R

    mir krepierten. Das  Übel wurde abgestellt. Nachmitt.

    Sperrfeuerprobe mit Ltn. Böhme. Im Sturmlauf zu-

    rück.

    25. November 1916.

    Stellung der 5. u. 6. Komp. besucht.

    26. November 1916.

    Regen u. Schlamm machten jede Operation un-

    möglich.

    27. November 1916.

    Im vorgeschobenen Teil der 12. Komp., um Sperrf.

    genau zu kontrollieren.

    28. November 1916.

    Vormitt. abgelöst von V-W. Kitrowsky. Auf dem

    Rückweg geriet ich in der Dorfstraße von Mirau-

    mont bis an den Bauch in ein Granatloch, was

    bis obenhin mit Schlamm angefüllt war. In

    diesem Aufzug marschierte ich bei Frostwetter erst noch zur

    Protzenstellung (20 km - 25 km hinter der Front)

    Auf dem Wege lud ich meinen Begleitmann auf

    die rückwärtige Schoßkelle eines Fouragewagen,

    Seitenzählung 59

    der sich plötzlich in Trab setzte u ich nicht mehr

    fragen konnte, wohin er führe. Glücklicherweise

    rissen an einem Kreuzwege die Ketten und

    der Mann mit samt dem Gepäck lag auf der Stra-

    ße. Der Wagen hatte wirklich eine andere Rich-

    tung eingeschlagen als unsere Marschroute auf-

    wies. Erst in Vaulx hatten wir Fahrgelegenheit

    auf einem Lastauto. 7 30 kamen wir halb

    erfroren in Quéant, wohin die Protzen übergesie-

    delt waren, an. Mir mußten die Stiefel auf-

    getrennt werden, da der Kreideschlamm sich wie

    ein Gipsverband um meine Füße gelegt

    hatte.

    1. Dezember 1916.

    Besichtigung der neuen Bttr.-stellung, die wir

    beziehen sollten. Sie lag nrdl. von Irles, in

    einen Hang hineingearbeitet; u. besetzt von

    4/116, die wir seinerzeit bei Reims abgelöst hatten.

    2. Dezember 1916.

    Früh 4h brachte ich bei starkem Frost den ersten


  • December 29, 2019 19:05:25 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 58R

    mir krepierten. Das  Übel wurde abgestellt. Nachmitt.

    Sperrfeuerprobe mit Ltn. Böhme. Im Sturmlauf zu-

    rück.

    25. November 1916.

    Stellung der 5. 6. Komp. besucht.

    26. November 1916.

    Regen u. Schlamm machten jede Operation un-

    möglich.

    27. November 1916.

    Im vorgeschobenen Teil der 12. Komp., um Sperrf.

    genau zu kontrollieren.

    28. November 1916.

    Vormitt. abgelöst von V-W. Kitrowsky. Auf dem

    Rückweg geriet ich in der Dorfstraße von Mirau-

    mont bis an den Bauch in ein Granatloch, was

    bis obenhin mit Schlamm angefüllt war. In

    diesem Aufzug marschierte ich bei Frostwetter erst noch zur

    Protzenstellung (20 km - 25 km hinter der Front)

    Auf dem Wege lud ich meinen Begleitmann auf

    die rückwärtige Schoßkelle eines Fouragewagen,

    Seitenzählung 59

    der sich plötzlich in Trag setzte u ich nicht mehr

    fragen konnte, wohin er führe. Glücklicherweise

    rissen an einem Kreuzwege die Ketten und

    der Mann mit samt dem Gepäck lag auf der Stra-

    ße. Der Wagen hatte wirklich eine andere Rich-

    tung eingeschlagen als unsere Marschroute auf-

    wies. Erst in Vaulx hatten wir Fahrgelegenheit

    auf einem Lastauto. 7 30 kamen wir halb

    erfroren in Quéant, wohin die Protzen übergesie-

    delt waren, an. Mir mußten die Stiefel auf-

    getrennt werden, da der Kreideschlamm sich wie

    ein Gipsverband um meine Füße gelegt

    hatte.

    1. Dezember 1916.

    Besichtigung der neuen Bttr.-stellung, die wir

    beziehen sollten. Sie lag nrdl. von Irles, in

    einen Hang hineingearbeitet; u. besetzt von

    4/116, die wir seinerzeit bei Reims abgelöst hatten.

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    Früh 4h brachte ich bei starkem Frost den ersten


Description

Save description
  • 50.0976815||2.7237815||13||

    Miraumont

  • 50.1646111||2.9445529||13||

    Vaulx

  • 50.1722709||2.985049||13||

    Quéant

  • 50.1036704||2.7604595||14||

    Irles

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Miraumont
  • Additional document location Vaulx
  • Additional document location Quéant
  • Additional document location Irles


ID
12595 / 144529
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


November 24, 1916 – December 2, 1916
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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