Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 61

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Seitenzählung 52R

Wald bei Malancourt, wo wir Biwak bezogen.

Von da ging' die Bttr. in F-St.

29. August 1916.

4 Tage hatte ich in der Protzenstellung Ruhe, dann

begab ich mich in die F-St, die sich in einer Mulde

bei der Hospital-Ferme befand. Eine fürchter-

liche Stellung; wir saßen dicke drin in der

Sommeschlacht. Kaum war ich in der F-St, als

ein furchtbares Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen

losbrach. Die Unterstände waren voll Wasser u. die

Geschützstände halb zerstört. Während dieser Zeit

griffen die Franzosen an. Gewitter u. Kanonen-

donner suchten sich zu übertönen, bei welchem Wett-

bewerb letzterer die Oberhand behielt. Schlag auf

Schlag folgte. Ein frz. Fesselballon sank vom Blitz

getroffen brummend zur Erde. - Mit dem Unwetter

ließ auch der Franzose mit seinen wütenden

Angriffen ab, die er später nochmals wiederholte.

30. August 1916.

Am Morgen löste ich in der B-St ab u. kehrte

Seitenzählung 53

abends zur Bttr zurück, wo inzwischen ein fdl.

Feuerüberfall stattgefunden hatte. Das erste Geschütz

war durch einen Volltreffer erledigt.

3. September 1916.

Am Morgen wurden wir abgelöst innerhalb der

Bttr. u. machten uns sofort auf den Rückweg,

und das sehr zu unserm Glück. Die Franzosen

erneuten ihre Angriffe u. kamen 2 km vor.

Unsere Stellung lag unter heftigem Feuer, bei dem

unser Bttr-f. Oberltn. Kellner fiel. Mit Mühe ge-

lang es der Bttr. die Geschütze aus der Stellung zu

bringen, die neu eingebaut wurden etwa 1 km

westlich von Malancourt. Diese neue Stellung

wurde aber auch bald schwer heimgesucht.

8. September 1916.

Zum Vize u. Offz. aspiranten befördert. Die Bttr.

hatte inzwischen einen neuen Bttr.f. Oberltn.

Müller von der Kolonne bekommen.

10. September 1916.

Zur 4/112 versetzt, wo Hptm. Westermeyer

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Seitenzählung 52R

Wald bei Malancourt, wo wir Biwak bezogen.

Von da ging' die Bttr. in F-St.

29. August 1916.

4 Tage hatte ich in der Protzenstellung Ruhe, dann

begab ich mich in die F-St, die sich in einer Mulde

bei der Hospital-Ferme befand. Eine fürchter-

liche Stellung; wir saßen dicke drin in der

Sommeschlacht. Kaum war ich in der F-St, als

ein furchtbares Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen

losbrach. Die Unterstände waren voll Wasser u. die

Geschützstände halb zerstört. Während dieser Zeit

griffen die Franzosen an. Gewitter u. Kanonen-

donner suchten sich zu übertönen, bei welchem Wett-

bewerb letzterer die Oberhand behielt. Schlag auf

Schlag folgte. Ein frz. Fesselballon sank vom Blitz

getroffen brummend zur Erde. - Mit dem Unwetter

ließ auch der Franzose mit seinen wütenden

Angriffen ab, die er später nochmals wiederholte.

30. August 1916.

Am Morgen löste ich in der B-St ab u. kehrte

Seitenzählung 53

abends zur Bttr zurück, wo inzwischen ein fdl.

Feuerüberfall stattgefunden hatte. Das erste Geschütz

war durch einen Volltreffer erledigt.

3. September 1916.

Am Morgen wurden wir abgelöst innerhalb der

Bttr. u. machten uns sofort auf den Rückweg,

und das sehr zu unserm Glück. Die Franzosen

erneuten ihre Angriffe u. kamen 2 km vor.

Unsere Stellung lag unter heftigem Feuer, bei dem

unser Bttr-f. Oberltn. Kellner fiel. Mit Mühe ge-

lang es der Bttr. die Geschütze aus der Stellung zu

bringen, die neu eingebaut wurden etwa 1 km

westlich von Malancourt. Diese neue Stellung

wurde aber auch bald schwer heimgesucht.

8. September 1916.

Zum Vize u. Offz. aspiranten befördert. Die Bttr.

hatte inzwischen einen neuen Bttr.f. Oberltn.

Müller von der Kolonne bekommen.

10. September 1916.

Zur 4/112 versetzt, wo Hptm. Westermeyer


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  • December 30, 2019 20:43:52 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 52R

    Wald bei Malancourt, wo wir Biwak bezogen.

    Von da ging' die Bttr. in F-St.

    29. August 1916.

    4 Tage hatte ich in der Protzenstellung Ruhe, dann

    begab ich mich in die F-St, die sich in einer Mulde

    bei der Hospital-Ferme befand. Eine fürchter-

    liche Stellung; wir saßen dicke drin in der

    Sommeschlacht. Kaum war ich in der F-St, als

    ein furchtbares Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen

    losbrach. Die Unterstände waren voll Wasser u. die

    Geschützstände halb zerstört. Während dieser Zeit

    griffen die Franzosen an. Gewitter u. Kanonen-

    donner suchten sich zu übertönen, bei welchem Wett-

    bewerb letzterer die Oberhand behielt. Schlag auf

    Schlag folgte. Ein frz. Fesselballon sank vom Blitz

    getroffen brummend zur Erde. - Mit dem Unwetter

    ließ auch der Franzose mit seinen wütenden

    Angriffen ab, die er später nochmals wiederholte.

    30. August 1916.

    Am Morgen löste ich in der B-St ab u. kehrte

    Seitenzählung 53

    abends zur Bttr zurück, wo inzwischen ein fdl.

    Feuerüberfall stattgefunden hatte. Das erste Geschütz

    war durch einen Volltreffer erledigt.

    3. September 1916.

    Am Morgen wurden wir abgelöst innerhalb der

    Bttr. u. machten uns sofort auf den Rückweg,

    und das sehr zu unserm Glück. Die Franzosen

    erneuten ihre Angriffe u. kamen 2 km vor.

    Unsere Stellung lag unter heftigem Feuer, bei dem

    unser Bttr-f. Oberltn. Kellner fiel. Mit Mühe ge-

    lang es der Bttr. die Geschütze aus der Stellung zu

    bringen, die neu eingebaut wurden etwa 1 km

    westlich von Malancourt. Diese neue Stellung

    wurde aber auch bald schwer heimgesucht.

    8. September 1916.

    Zum Vize u. Offz. aspiranten befördert. Die Bttr.

    hatte inzwischen einen neuen Bttr.f. Oberltn.

    Müller von der Kolonne bekommen.

    10. September 1916.

    Zur 4/112 versetzt, wo Hptm. Westermeyer


  • December 29, 2019 15:39:02 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 52R

    Wald bei Malancourt, wo wir Biwak bezogen.

    Von da ging' die Bttr. in F-St.

    29. August 1916.

    4 Tage hatte ich in der Protzenstellung Ruhe, dann

    begab ich mich in die F-St, die sich in einer Mulde

    bei der Hospital-Ferme befand. Eine fürchter-

    liche Stellung; wir saßen dicke drin in der

    Sommeschlacht. Kaum war ich in der F-St, als

    ein furchtbares Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen

    losbrach. Die Unterstände waren voll Wasser u. die

    Geschützstände halb zerstört. Während dieser Zeit

    griffen die Franzosen an. Gewitter u. Kanonen-

    donner suchten sich zu übertönen, bei welchem Wett-

    bewerb letzterer die Oberhand behielt. Schlag auf

    Schlag folgte. Ein frz. Fesselballon sank vom Blitz

    getroffen brummend zur Erde. - Mit dem Unwetter

    ließ auch der Franzose mit seinen wütenden

    Angriffen ab, die er später nochmals wiederholte.

    30. August 1916.

    Am Morgen löste ich in der B-St ab u. kehrte

    Seitenzählung 53

    abends zur Bttr zurück, wo inzwischen ein fdl.

    Feuerüberfall stattgefunden hatte. Das erste Geschütz

    war durch einen Volltreffer erledigt.

    3. September 1916.

    Am Morgen wurden wir abgelöst innerhalb der

    Bttr. u. machten uns sofort auf den Rückweg,

    und das sehr zu unserm Glück. Die Franzosen

    erneuten ihren Angriffe u. kamen 2 km vor.

    Unsere Stellung lag unter heftigem Feuer, bei dem

    unser Bttr-f. Oberltn. Kellner fiel. Mit Mühe ge-

    lang es der Bttr. die Geschütze aus der Stellung zu

    bringen, die neu eingebaut wurden etwa 1 km

    westlich von Malancourt. Diese neue Stellung

    wurde aber auch bald schwer heimgesucht.

    8. September 1916.

    Zum Vize u. Offz. aspiranten befördert. Die Bttr.

    hatte inzwischen einen neuen Bttr.f. Oberltn.

    Müller von der Kolonne bekommen.

    10. September 1916.

    Zur 4/112 versetzt, wo Hptm. Westermeyer


Description

Save description
  • 49.2375399||5.1766146||13||

    Malancourt

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Malancourt


ID
12595 / 144522
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


August 24, 1916 – September 10, 1916
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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