Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 44

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Seitenzählung 35R

einmal Kirchgang. Es war eine wahre Freude

für mich, wieder einmal ein Gotteshaus besuchen

zu können. Der Gottesdienst und heiliges Abendmahl

fand in der Kirche von Chatillon statt.

25. November 1915.

Einen interessanten Geländeritt in die öde eigen-

artige Champagne. Nachmittags Umzug in ein ande-

res Quartier, wo es sehr gemütlich war.

1. Dezember 1915.

Am Abend brach mein Reitpferd mit der Decken-

wölbung in den Keller. Zerschunden aber mit

heilen Gliedern holten wir es unter Hallo

und dem Gejammer der alten Madame, die

unser Quartier mit uns teilte, die Kellertreppe

herauf u. verbarrikadierten das Kellerloch.

3. Dezember 1915.

Fürchterliches Regenwetter. Abmarsch 10h vormitt.

in F Stell. Unter großen Schwierigkeiten brachten

wir unsere Geschütze in Stellung. Der echte

Champagneschlamm ging uns bis über die

Seitenzählung 36

Ohren. Unsere Stellung befand sich in einem Hohl

weg von der Karcherstraße nach Fontaine-en-Dormois.

5. Dezember 1915.

Nachmittags war ich mit Oberltn. Tölke im

Schützengraben, wo wir uns aber nicht lange

aufhielten. Die Laufgräben standen bis an die

Knie voll Wasser.

6. Dezember 1915.

Da unsere neue B-St einen gut ausgebauten

Stollen hatte, lösten wir uns 12 stündl. ab.

Zeichnung mit Beschriftung: Laufgraben, Stollen, Scherenfernrohrstand, Batt.

7. Dezember 1915.

Abends erhielt unsere neue Stellung die Feuer-

taufe, wo nur unser Sägebock dran glauben

mußte.

8. Dezember 1915.

Mitten in ziemlicher Ruhe entbrannte

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Seitenzählung 35R

einmal Kirchgang. Es war eine wahre Freude

für mich, wieder einmal ein Gotteshaus besuchen

zu können. Der Gottesdienst und heiliges Abendmahl

fand in der Kirche von Chatillon statt.

25. November 1915.

Einen interessanten Geländeritt in die öde eigen-

artige Champagne. Nachmittags Umzug in ein ande-

res Quartier, wo es sehr gemütlich war.

1. Dezember 1915.

Am Abend brach mein Reitpferd mit der Decken-

wölbung in den Keller. Zerschunden aber mit

heilen Gliedern holten wir es unter Hallo

und dem Gejammer der alten Madame, die

unser Quartier mit uns teilte, die Kellertreppe

herauf u. verbarrikadierten das Kellerloch.

3. Dezember 1915.

Fürchterliches Regenwetter. Abmarsch 10h vormitt.

in F Stell. Unter großen Schwierigkeiten brachten

wir unsere Geschütze in Stellung. Der echte

Champagneschlamm ging uns bis über die

Seitenzählung 36

Ohren. Unsere Stellung befand sich in einem Hohl

weg von der Karcherstraße nach Fontaine-en-Dormois.

5. Dezember 1915.

Nachmittags war ich mit Oberltn. Tölke im

Schützengraben, wo wir uns aber nicht lange

aufhielten. Die Laufgräben standen bis an die

Knie voll Wasser.

6. Dezember 1915.

Da unsere neue B-St einen gut ausgebauten

Stollen hatte, lösten wir uns 12 stündl. ab.

Zeichnung mit Beschriftung: Laufgraben, Stollen, Scherenfernrohrstand, Batt.

7. Dezember 1915.

Abends erhielt unsere neue Stellung die Feuer-

taufe, wo nur unser Sägebock dran glauben

mußte.

8. Dezember 1915.

Mitten in ziemlicher Ruhe entbrannte


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  • December 27, 2019 16:40:25 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 35R

    einmal Kirchgang. Es war eine wahre Freude

    für mich, wieder einmal ein Gotteshaus besuchen

    zu können. Der Gottesdienst und heiliges Abendmahl

    fand in der Kirche von Chatillon statt.

    25. November 1915.

    Einen interessanten Geländeritt in die öde eigen-

    artige Champagne. Nachmittags Umzug in ein ande-

    res Quartier, wo es sehr gemütlich war.

    1. Dezember 1915.

    Am Abend brach mein Reitpferd mit der Decken-

    wölbung in den Keller. Zerschunden aber mit

    heilen Gliedern holten wir es unter Hallo

    und dem Gejammer der alten Madame, die

    unser Quartier mit uns teilte, die Kellertreppe

    herauf u. verbarrikadierten das Kellerloch.

    3. Dezember 1915.

    Fürchterliches Regenwetter. Abmarsch 10h vormitt.

    in F Stell. Unter großen Schwierigkeiten brachten

    wir unsere Geschütze in Stellung. Der echte

    Champagneschlamm ging uns bis über die

    Seitenzählung 36

    Ohren. Unsere Stellung befand sich in einem Hohl

    weg von der Karcherstraße nach Fontaine-en-Dormois.

    5. Dezember 1915.

    Nachmittags war ich mit Oberltn. Tölke im

    Schützengraben, wo wir uns aber nicht lange

    aufhielten. Die Laufgräben standen bis an die

    Knie voll Wasser.

    6. Dezember 1915.

    Da unsere neue B-St einen gut ausgebauten

    Stollen hatte, lösten wir uns 12 stündl. ab.

    Zeichnung mit Beschriftung: Laufgraben, Stollen, Scherenfernrohrstand, Batt.

    7. Dezember 1915.

    Abends erhielt unsere neue Stellung die Feuer-

    taufe, wo nur unser Sägebock dran glauben

    mußte.

    8. Dezember 1915.

    Mitten in ziemlicher Ruhe entbrannte


Description

Save description
  • 49.075561||4.1283823||9||

    Châtillon

  • 49.2420484||4.720223||14||

    Fontaine-en-Dormois

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Châtillon
  • Additional document location Fontaine-en-Dormois


ID
12595 / 144501
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


November 24, 1915 – December 8, 1915
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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