Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 38

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Seitenzählung 29R

zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

Höhe missing

28. September 1915.

Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

durch den Frz. unmöglich gemacht.

29. September 1915.

Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

Morgen die 16er, die uns vor einem halben

Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

Seitenzählung 30

im Stollen gemütlich.

30. September 1915.

Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

Feuer. Ein Munitionsstapel von 150 Schuß ging

mittags in die Luft. Durch unvorsichtiges Schießen während

Fliegersicht verrieten wir unsere Stellung, die bald

mit schwerem Kaliber befunkt wurde. Unser ganzer Stollen

erbebte durch die Einschläge. Glücklicherweise hatten wir nur

Verwundete. Von meinem Geschützstand war die linke

Wand weggerissen u. das Dach auf das Geschütz gefallen.

Zuletzt bekamen wir noch einen 15er auf den Unter-

stand, der aber härter war als die Granaten u. daher

nur fürchterlich erzitterte. Als die Luft reine war,

stiegen wir wieder ans Sonnenlicht u. reparierten.

1. Oktober.

Heute erhielten wir Verpflegung, nachdem wir uns

2 Tage mit trockenem Brot durchgeholfen hatten.

Nachmittag erhielten wir denselben Beschuß. Im

Laufgraben krochen wir auf allen Vieren in die

Unterstände. Leichtverwundete.

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Seitenzählung 29R

zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

Höhe missing

28. September 1915.

Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

durch den Frz. unmöglich gemacht.

29. September 1915.

Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

Morgen die 16er, die uns vor einem halben

Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

Seitenzählung 30

im Stollen gemütlich.

30. September 1915.

Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

Feuer. Ein Munitionsstapel von 150 Schuß ging

mittags in die Luft. Durch unvorsichtiges Schießen während

Fliegersicht verrieten wir unsere Stellung, die bald

mit schwerem Kaliber befunkt wurde. Unser ganzer Stollen

erbebte durch die Einschläge. Glücklicherweise hatten wir nur

Verwundete. Von meinem Geschützstand war die linke

Wand weggerissen u. das Dach auf das Geschütz gefallen.

Zuletzt bekamen wir noch einen 15er auf den Unter-

stand, der aber härter war als die Granaten u. daher

nur fürchterlich erzitterte. Als die Luft reine war,

stiegen wir wieder ans Sonnenlicht u. reparierten.

1. Oktober.

Heute erhielten wir Verpflegung, nachdem wir uns

2 Tage mit trockenem Brot durchgeholfen hatten.

Nachmittag erhielten wir denselben Beschuß. Im

Laufgraben krochen wir auf allen Vieren in die

Unterstände. Leichtverwundete.


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  • December 27, 2019 13:12:27 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 29R

    zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

    an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

    nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

    Höhe missing

    28. September 1915.

    Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

    lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

    froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

    regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

    mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

    durch den Frz. unmöglich gemacht.

    29. September 1915.

    Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

    Morgen die 16er, die uns vor einem halben

    Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

    abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

    in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

    Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

    Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

    vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

    Seitenzählung 30

    im Stollen gemütlich.

    30. September 1915.

    Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

    Feuer. Ein Munitionsstapel von 150 Schuß ging

    mittags in die Luft. Durch unvorsichtiges Schießen während

    Fliegersicht verrieten wir unsere Stellung, die bald

    mit schwerem Kaliber befunkt wurde. Unser ganzer Stollen

    erbebte durch die Einschläge. Glücklicherweise hatten wir nur

    Verwundete. Von meinem Geschützstand war die linke

    Wand weggerissen u. das Dach auf das Geschütz gefallen.

    Zuletzt bekamen wir noch einen 15er auf den Unter-

    stand, der aber härter war als die Granaten u. daher

    nur fürchterlich erzitterte. Als die Luft reine war,

    stiegen wir wieder ans Sonnenlicht u. reparierten.

    1. Oktober.

    Heute erhielten wir Verpflegung, nachdem wir uns

    2 Tage mit trockenem Brot durchgeholfen hatten.

    Nachmittag erhielten wir denselben Beschuß. Im

    Laufgraben krochen wir auf allen Vieren in die

    Unterstände. Leichtverwundete.


  • December 27, 2019 13:11:05 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 29R

    zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

    an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

    nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

    Höhe missing

    28. September 1915.

    Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

    lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

    froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

    regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

    mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

    durch den Frz. unmöglich gemacht.

    29. September 1915.

    Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

    Morgen die 16ner, die uns vor einem halben

    Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

    abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

    in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

    Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

    Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

    vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

    Seitenzählung 30

    im Stollen gemütlich.

    30. September 1915.

    Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

    Feuer. Ein Munitionsstapel von 150 Schuß ging

    mittags in die Luft. Durch unvorsichtiges Schießen während

    Fliegersicht verrieten wir unsere Stellung, die bald

    mit schwerem Kaliber befunkt wurde. Unser ganzer Stollen

    erbebte durch die Einschläge. Glücklicherweise hatten wir nur

    Verwundete. Von meinem Geschützstand war die linke

    Wand weggerissen u. das Dach auf das Geschütz gefallen.

    Zuletzt bekamen wir noch einen 15er auf den Unter-

    stand, der aber härter war als die Granaten u. daher

    nur fürchterlich erzitterte. Als die Luft reine war,

    stiegen wir wieder ans Sonnenlicht u. reparierten.

    1. Oktober.

    Heute erhielten wir Verpflegung, nachdem wir uns

    2 Tage mit trockenem Brot durchgeholfen hatten.

    Nachmittag erhielten wir denselben Beschuß. Im

    Laufgraben krochen wir auf allen Vieren in die

    Unterstände. Leichtverwundete.


  • December 25, 2019 13:18:20 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 29R

    zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

    an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

    nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

    Höhe

    28. September 1915.

    Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

    lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

    froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

    regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

    mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

    durch den Frz. unmöglich gemacht.

    29. September 1915.

    Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

    Morgen die 16ner, die uns vor einem halben

    Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

    abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

    in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

    Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

    Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

    vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

    Seitenzählung 30

    im Stollen gemütlich.

    30. September 1915.

    Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

    Feuer. Ein Munitionsstapel von 150 Schuß ging

    mittags in die Luft. Durch unvorsichtiges Schießen während

    Fliegersicht verrieten wir unsere Stellung, die bald

    mit schwerem Kaliber befunkt wurde. Unser ganzer Stollen

    erbebte durch die Einschläge. Glücklicherweise hatten wir nur

    Verwundete. Von meinem Geschützstand war die linke

    Wand weggerissen u. das Dach auf das Geschütz gefallen.

    Zuletzt bekamen wir noch einen 15er auf den Unter-

    stand, der aber härter war als die Granaten u. daher

    nur fürchterlich erzitterte. Als die Luft reine war,

    stiegen wir wieder ans Sonnenlicht u. reparierten.

    1. Oktober.

    Heute erhielten wir Verpflegung, nachdem wir uns

    2 Tage mit trockenem Brot durchgeholfen hatten.

    Nachmittag erhielten wir denselben Beschuß. Im

    Laufgraben krochen wir auf allen Vieren in die

    Unterstände. Leichtverwundete.


  • December 25, 2019 11:58:30 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 29R

    zu denen ich jetzt auch zähle, sahen sich die Stellung

    an u. holten nach kurzer Vorbereitung ihre Geschütze

    nach. Die Stellung befand sich am Paderborner Lager

    Höhe

    28. September 1915.

    Nach schwerer Arbeit sitzen wir alle in einem ver-

    lassenen Pionierstollen beim Schein eines Talglichtes,

    froh unseres Lebens, daß wir glücklich aus dem Granat-

    regen heraussind. - Eine Stellungsänderung die wir

    mit meinem Geschütz vornehmen sollten wurde

    durch den Frz. unmöglich gemacht.

    29. September 1915.

    Nachts wurde ein Kommando bestimmt, am

    Morgen die 16ner, die uns vor einem halben

    Jahre abgelöst hatten, in ihren alten Stellungen

    abzulösen. Bei strömendem Regen zogen wir

    in die Nacht hinaus u. erreichten nach längerem

    Suchen Willa Walter, Abteilungsgefechtsstand. -

    Wir lösten die 5 Bttr. FAR I, die am weitesten

    vorgeschobene Batterie ab u machten es uns

    Seitenzählung 30

    im Stollen gemütlich.

    30. September 1915.

    Der Franzose belegte unsere Stellung mit starkem

    Feuer.


Description

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  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen


ID
12595 / 144495
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


September 27, 1915 – October 1, 1915
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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