Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 26

Edit transcription:
...
Transcription saved
Enhance your transcribing experience by using full-screen mode

Transcription

You have to be logged in to transcribe. Please login or register and click the pencil-button again

Seitenzählung 17R

schon den Rückweg angetreten u. als diese Nachricht

zu Ohren des ebenerwachenden Wchtmstr. kam

fuhr dieser vor Schrecken in die Höhe, mit seinem

Kopfe direkt durch seines Zeltes First. - Die Russen

hatten Verstärkung bekommen und daher mußten

wir unsere Posten als Abwehrkanonen aufgeben,

um die Front zu unterstützen. - Abends wurden

wir auf einer Halde Szmule gegenüber einge-

setzt. Der ganze Weg lag unter schwerem Inf.-Feuer

und die Schneise unter Artilleriefeuer. Bis 11h

bauten wir an unseren Geschützstellungen. Um

1h, wo wir uns eben eingerichtet hatten, hörten

wir plötzlich heisere rauhe Hurra der Russen, was

uns entsetzlich in den Ohren klang. Wir feuerten

unaufhörlich. Die österr. Inf. hatte bereits mit

aufgepflanztem Seitengewehr unsere Stellung er-

reicht u. wollte es sich in unsern Zelten gütlich tun.

Von dtscher Inf. in die Mitte genommen u. an-

gefeuert, gingen die Österr. wieder vor u.

machten ihre Niederlage wieder wett. Gegen

Seitenzählung 18

3h versuchten die Russen nochmals einen Durchbruch,

der aber diesmal mißlang.

28. Mai 1915.

Mit kurzen Unterbrechungen feuerten wir den

ganzen Tag. Ein Teil der Russen entzog sich unserm

Feuer, indem sie überliefen. - Bei dem einmali-

gen Beschuß unserer Batterie hatten wir glücklicher-

weise keine Verluste.

Zeichnung Szmule 13/6 15

Das missing Zeichen eines

zerstörten gal. Hauses, von denen zu-

weilen 12, 15 oder noch mehr nebeneinander

an der Straße standen wie

in Paradeaufstellung.

29. Mai 1915.

Die Russen unternahmen erneut Angriffe wäh-

rend der ganzen Nacht, die aber sämtlich abgeschla-

gen wurden. Tags darauf wurde das Dorf Szmule

systematisch von uns zerschossen, da sich in den

Häusern viel Reserve u. Munition befand.

Transcription saved

Seitenzählung 17R

schon den Rückweg angetreten u. als diese Nachricht

zu Ohren des ebenerwachenden Wchtmstr. kam

fuhr dieser vor Schrecken in die Höhe, mit seinem

Kopfe direkt durch seines Zeltes First. - Die Russen

hatten Verstärkung bekommen und daher mußten

wir unsere Posten als Abwehrkanonen aufgeben,

um die Front zu unterstützen. - Abends wurden

wir auf einer Halde Szmule gegenüber einge-

setzt. Der ganze Weg lag unter schwerem Inf.-Feuer

und die Schneise unter Artilleriefeuer. Bis 11h

bauten wir an unseren Geschützstellungen. Um

1h, wo wir uns eben eingerichtet hatten, hörten

wir plötzlich heisere rauhe Hurra der Russen, was

uns entsetzlich in den Ohren klang. Wir feuerten

unaufhörlich. Die österr. Inf. hatte bereits mit

aufgepflanztem Seitengewehr unsere Stellung er-

reicht u. wollte es sich in unsern Zelten gütlich tun.

Von dtscher Inf. in die Mitte genommen u. an-

gefeuert, gingen die Österr. wieder vor u.

machten ihre Niederlage wieder wett. Gegen

Seitenzählung 18

3h versuchten die Russen nochmals einen Durchbruch,

der aber diesmal mißlang.

28. Mai 1915.

Mit kurzen Unterbrechungen feuerten wir den

ganzen Tag. Ein Teil der Russen entzog sich unserm

Feuer, indem sie überliefen. - Bei dem einmali-

gen Beschuß unserer Batterie hatten wir glücklicher-

weise keine Verluste.

Zeichnung Szmule 13/6 15

Das missing Zeichen eines

zerstörten gal. Hauses, von denen zu-

weilen 12, 15 oder noch mehr nebeneinander

an der Straße standen wie

in Paradeaufstellung.

29. Mai 1915.

Die Russen unternahmen erneut Angriffe wäh-

rend der ganzen Nacht, die aber sämtlich abgeschla-

gen wurden. Tags darauf wurde das Dorf Szmule

systematisch von uns zerschossen, da sich in den

Häusern viel Reserve u. Munition befand.


Transcription history
  • December 21, 2019 17:40:03 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 17R

    schon den Rückweg angetreten u. als diese Nachricht

    zu Ohren des ebenerwachenden Wchtmstr. kam

    fuhr dieser vor Schrecken in die Höhe, mit seinem

    Kopfe direkt durch seines Zeltes First. - Die Russen

    hatten Verstärkung bekommen und daher mußten

    wir unsere Posten als Abwehrkanonen aufgeben,

    um die Front zu unterstützen. - Abends wurden

    wir auf einer Halde Szmule gegenüber einge-

    setzt. Der ganze Weg lag unter schwerem Inf.-Feuer

    und die Schneise unter Artilleriefeuer. Bis 11h

    bauten wir an unseren Geschützstellungen. Um

    1h, wo wir uns eben eingerichtet hatten, hörten

    wir plötzlich heisere rauhe Hurra der Russen, was

    uns entsetzlich in den Ohren klang. Wir feuerten

    unaufhörlich. Die österr. Inf. hatte bereits mit

    aufgepflanztem Seitengewehr unsere Stellung er-

    reicht u. wollte es sich in unsern Zelten gütlich tun.

    Von dtscher Inf. in die Mitte genommen u. an-

    gefeuert, gingen die Österr. wieder vor u.

    machten ihre Niederlage wieder wett. Gegen

    Seitenzählung 18

    3h versuchten die Russen nochmals einen Durchbruch,

    der aber diesmal mißlang.

    28. Mai 1915.

    Mit kurzen Unterbrechungen feuerten wir den

    ganzen Tag. Ein Teil der Russen entzog sich unserm

    Feuer, indem sie überliefen. - Bei dem einmali-

    gen Beschuß unserer Batterie hatten wir glücklicher-

    weise keine Verluste.

    Zeichnung Szmule 13/6 15

    Das missing Zeichen eines

    zerstörten gal. Hauses, von denen zu-

    weilen 12, 15 oder noch mehr nebeneinander

    an der Straße standen wie

    in Paradeaufstellung.

    29. Mai 1915.

    Die Russen unternahmen erneut Angriffe wäh-

    rend der ganzen Nacht, die aber sämtlich abgeschla-

    gen wurden. Tags darauf wurde das Dorf Szmule

    systematisch von uns zerschossen, da sich in den

    Häusern viel Reserve u. Munition befand.


  • December 21, 2019 17:27:47 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 17R

    schon den Rückweg angetreten u. als diese Nachricht

    zu Ohren des ebenerwachenden Wchtmstr. kam

    fuhr dieser vor Schrecken in die Höhe, mit seinem

    Kopfe direkt durch seines Zeltes First. - Die Russen

    hatten Verstärkung bekommen und daher mußten

    wir unsere Posten als Abwehrkanonen aufgeben,

    um die Front zu unterstützen. - Abends wurden

    wir auf einer Halde Szmule gegenüber einge-

    setzt. Der ganze Weg lag unter schwerem Inf.-Feuer

    und die Schneise unter Artilleriefeuer. Bis 11h

    bauten wir an unseren Geschützstellungen. Um

    1h


Description

Save description
  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen


ID
12595 / 144482
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


May 27, 1915 – May 29, 1915
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



Notes and questions

Login to leave a note