Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 24

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Seitenzählung 15R

Staub u. Dreck. Quartier in Pryeskow. Jaslo war die

erste größere Stadt, die wir in Galizien antrafen.

Sie hatte ganz moderne Häuser u. Straßen. Die Holz-

hütten fehlten fast gänzlich. Herrliche Baue waren

die Kirchen. Heute begegneten wir unzählig viel

russ. Gefangenen.

11. Mai 1915. Der Vormittag wurde von anstren-

genden Kletterpartien bei fürchterlicher Hitze einge-

nommen. Nachmittags marschierten wir in einem

langen Tal an der Bahn entlang. Die Russen

nehmen täglich 30-50 km reißaus, so das nur

die Kavalerie Fühlung mit ihnen hatte. - Jetzt be-

finden wir uns nördlich des Duklapasses.

12. Mai 1915.

Bergauf, bergab bei unerträglicher Hitze. Wir

befanden uns in den Ausläufern der Karpathen.

Die Hohe Tatra zeigte sich uns als weiße Haufen-

wolke am Himmel. In Czutek machten wir

2 Stunden Rast. Die Russen rücken mit großer

Eile, zerstören die Bahnlinie u. sprengen die

Seitenzählung 16

Brücken. Im Dorfe kauften wir Butter u. Eier.

13. Mai 1915.

Durch die grundlosen Wege kam unsere Bagage

nicht nach u. so wurde Schmalhans bei uns Koch.

14. Mai 1915

Biwak in Reinshut. Tracht der Männer:

Schwarzes Beinkleid, Reitstiefel ein blendend weißer

Uberwurf, darüber ein blauer ohne Ärmel mit

großen goldenen Kugelknöpfen, ein breiter

schwarzer Schlapphut mit einem breiten, roten

Bande. - (Rzezow)

16. Mai 19.15.

Früh 3h Alarm. 4 15 Abmarsch. Durch Sietecz.

18. Mai 1915.

Endlich nach langen Märschen haben wir

die Russen eingeholt u. warten nur noch

auf Kommando, in Stellung zu gehen.

19. Mai 1915. Ruhelager auf einer Wiese

bei Wiazownica. Nachmittags ein herrliches

Bad im San, den wir kurz vorher auf einer

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Seitenzählung 15R

Staub u. Dreck. Quartier in Pryeskow. Jaslo war die

erste größere Stadt, die wir in Galizien antrafen.

Sie hatte ganz moderne Häuser u. Straßen. Die Holz-

hütten fehlten fast gänzlich. Herrliche Baue waren

die Kirchen. Heute begegneten wir unzählig viel

russ. Gefangenen.

11. Mai 1915. Der Vormittag wurde von anstren-

genden Kletterpartien bei fürchterlicher Hitze einge-

nommen. Nachmittags marschierten wir in einem

langen Tal an der Bahn entlang. Die Russen

nehmen täglich 30-50 km reißaus, so das nur

die Kavalerie Fühlung mit ihnen hatte. - Jetzt be-

finden wir uns nördlich des Duklapasses.

12. Mai 1915.

Bergauf, bergab bei unerträglicher Hitze. Wir

befanden uns in den Ausläufern der Karpathen.

Die Hohe Tatra zeigte sich uns als weiße Haufen-

wolke am Himmel. In Czutek machten wir

2 Stunden Rast. Die Russen rücken mit großer

Eile, zerstören die Bahnlinie u. sprengen die

Seitenzählung 16

Brücken. Im Dorfe kauften wir Butter u. Eier.

13. Mai 1915.

Durch die grundlosen Wege kam unsere Bagage

nicht nach u. so wurde Schmalhans bei uns Koch.

14. Mai 1915

Biwak in Reinshut. Tracht der Männer:

Schwarzes Beinkleid, Reitstiefel ein blendend weißer

Uberwurf, darüber ein blauer ohne Ärmel mit

großen goldenen Kugelknöpfen, ein breiter

schwarzer Schlapphut mit einem breiten, roten

Bande. - (Rzezow)

16. Mai 19.15.

Früh 3h Alarm. 4 15 Abmarsch. Durch Sietecz.

18. Mai 1915.

Endlich nach langen Märschen haben wir

die Russen eingeholt u. warten nur noch

auf Kommando, in Stellung zu gehen.

19. Mai 1915. Ruhelager auf einer Wiese

bei Wiazownica. Nachmittags ein herrliches

Bad im San, den wir kurz vorher auf einer


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  • December 21, 2019 14:07:14 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 15R

    Staub u. Dreck. Quartier in Pryeskow. Jaslo war die

    erste größere Stadt, die wir in Galizien antrafen.

    Sie hatte ganz moderne Häuser u. Straßen. Die Holz-

    hütten fehlten fast gänzlich. Herrliche Baue waren

    die Kirchen. Heute begegneten wir unzählig viel

    russ. Gefangenen.

    11. Mai 1915. Der Vormittag wurde von anstren-

    genden Kletterpartien bei fürchterlicher Hitze einge-

    nommen. Nachmittags marschierten wir in einem

    langen Tal an der Bahn entlang. Die Russen

    nehmen täglich 30-50 km reißaus, so das nur

    die Kavalerie Fühlung mit ihnen hatte. - Jetzt be-

    finden wir uns nördlich des Duklapasses.

    12. Mai 1915.

    Bergauf, bergab bei unerträglicher Hitze. Wir

    befanden uns in den Ausläufern der Karpathen.

    Die Hohe Tatra zeigte sich uns als weiße Haufen-

    wolke am Himmel. In Czutek machten wir

    2 Stunden Rast. Die Russen rücken mit großer

    Eile, zerstören die Bahnlinie u. sprengen die

    Seitenzählung 16

    Brücken. Im Dorfe kauften wir Butter u. Eier.

    13. Mai 1915.

    Durch die grundlosen Wege kam unsere Bagage

    nicht nach u. so wurde Schmalhans bei uns Koch.

    14. Mai 1915

    Biwak in Reinshut. Tracht der Männer:

    Schwarzes Beinkleid, Reitstiefel ein blendend weißer

    Uberwurf, darüber ein blauer ohne Ärmel mit

    großen goldenen Kugelknöpfen, ein breiter

    schwarzer Schlapphut mit einem breiten, roten

    Bande. - (Rzezow)

    16. Mai 19.15.

    Früh 3h Alarm. 4 15 Abmarsch. Durch Sietecz.

    18. Mai 1915.

    Endlich nach langen Märschen haben wir

    die Russen eingeholt u. warten nur noch

    auf Kommando, in Stellung zu gehen.

    19. Mai 1915. Ruhelager auf einer Wiese

    bei Wiazownica. Nachmittags ein herrliches

    Bad im San, den wir kurz vorher auf einer


  • December 21, 2019 13:56:08 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 15R

    Staub u. Dreck. Quartier in Pryeskow. Jaslo war die

    erste größere Stadt, die wir in Galizien antrafen.

    Sie hatte ganz moderne Häuser u. Straßen. Die Holz-

    hütten fehlten fast gänzlich. Herrliche Baue waren

    die Kirchen. Heute begegneten wir unzählig viel

    russ. Gefangenen.

    11. Mai 1915. Der Vormittag wurde von anstren-

    genden Kletterpartien bei fürchterlicher Hitze einge-

    nommen. Nachmittags marschierten wir in einem

    langen Tal an der Bahn entlang. Die Russen

    nehmen täglich 30-50 km reißaus, so das nur

    die Kavalerie Fühlung mit ihnen hatte. - Jetzt be-

    finden wir uns nördlich des Duklapasses.

    12. Mai 1915.

    Bergauf, bergab bei unerträglicher Hitze. Wir

    befanden uns in den Ausläufern der Karpathen.

    Die Hohe Tatra zeigte sich uns als weiße Haufen-

    wolke am Himmel. In Czutek machten wir

    2 Stunden Rast. Die Russen rücken mit großer

    Eile, zerstören die Bahnlinie u. sprengen die

    Seitenzählung 16

    Brücken. Im Dorfe kauften wir Butter u. Eier.

    13. Mai 1915.

    Durch die grundlosen Wege kam unsere Bagage

    nicht nach u. so wurde Schmalhans bei uns Koch.

    14. Mai 1915

    Biwak in Reinshut. Tracht der Männer:

    Schwarzes Beinkleid, Reitstiefel ein blendend weißer

    Uberwurf, darüber ein blauer ohne Ärmel mit

    großen goldenen Kugelknöpfen, ein breiter

    schwarzer Schlapphut mit einem breiten, roten

    Bande. - (Rzezow)

    16. Mai 19.15.

    Früh 3h Alarm. 4 15 Abmarsch. Durch Sietecz.

    18. Mai 1915.

    Endlich nach langen Märschen haben wir

    die Russen eingeholt u. warten nur noch

    auf Kommando, in Stellung zu gehen.

    19. Mai 1915. Ruhelager auf einer Wiese

    bei Wiazownica. Nachmittags ein herrliches

    Bad im San, den wir kurz vorher auf einer


  • December 21, 2019 13:48:06 Evelyn Weiser

    Seitenzählung 15R

    Staub u. Dreck. Quartier in Pryeskow. Jaslo war die

    erste größere Stadt, die wir in Galizien antrafen.

    Sie hatte ganz moderne Häuser u. Straßen. Die Holz-

    hütten fehlten fast gänzlich. Herrliche Baue waren

    die Kirchen. Heute begegneten wir unzählig viel

    russ. Gefangenen.

    11. Mai 1915. Der Vormittag wurde von anstren-

    genden Kletterpartien bei fürchterlicher Hitze einge-

    nommen. Nachmittags marschierten wir in einem

    langen Tal an der Bahn entlang. Die Russen

    nehmen täglich 30-50 km reißaus, so das nur

    die Kavalerie Fühlung mit ihnen hatte. - Jetzt be-

    finden wir uns nördlich des Duklapasses.

    12. Mai 1915.

    Bergauf, bergab bei unerträglicher Hitze. Wir

    befanden uns in den Ausläufern der Karpathen.

    Die Hohe Tatra zeigte sich uns als weiße Haufen-

    wolke am Himmel. In Czutek machten wir

    2 Stunden Rast. Die Russen rücken mit großer

    Eile, zerstören die Bahnlinie u. sprengen die

    Seitenzählung 16



Description

Save description
  • 49.7469951||21.4716887||12||

    Jasło

  • 49.4169754||21.6945219||14||

    Duklapass

  • 49.9460653||17.3715092||6||

    Czudec

  • 50.0054299||21.988455||12||

    Rzeszów

  • 49.9876231||20.1502466||7||

    Sietesz

  • 50.0807307||22.7043809||13||

    Wiązownica

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Jasło
  • Additional document location Duklapass
  • Additional document location Czudec
  • Additional document location Rzeszów
  • Additional document location Sietesz
  • Additional document location Wiązownica


ID
12595 / 144480
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


May 10, 1915 – May 19, 1915
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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