Leutnant der Reserve Ernst Hartung vom Feldartillerie-Regiment 247, item 17

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 Seitenzählung 8R

den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

letzter Budenschüler übrigblieb.

15. Januar 1915.

Mit einer neuen Abteilung sollten wir

nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

Richtübungen.

24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

Batterie.

6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

8. März 1915.

Neueingezogenen mußten wir wieder

 Seitenzählung 9

Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

lockend.

 Zeichnung mit Eichenlaub und Kanone

18. März 1915.

Heute nachmittag kam die Ent-

scheidung. Um 4h nachmittags waren

wir marschbereit u. schon ging

es zum Bahnhof, wo wir bis 8h

abends verladen sein mußten. Die Prester

ließen uns ungern ziehen. Gern hätten sie

uns noch ein paar Wochen dort behalten. -

An den Stationen merkten wir, daß wir

nach Frkr. fuhren. In steter Fahrt verging die

Zeit. Auch sahen wir wieder die herrlichen Ge-

genden die unser schönes Vaterland in sich

barg. In der Nacht vom Sonnabend zum

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 Seitenzählung 8R

den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

letzter Budenschüler übrigblieb.

15. Januar 1915.

Mit einer neuen Abteilung sollten wir

nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

Richtübungen.

24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

Batterie.

6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

8. März 1915.

Neueingezogenen mußten wir wieder

 Seitenzählung 9

Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

lockend.

 Zeichnung mit Eichenlaub und Kanone

18. März 1915.

Heute nachmittag kam die Ent-

scheidung. Um 4h nachmittags waren

wir marschbereit u. schon ging

es zum Bahnhof, wo wir bis 8h

abends verladen sein mußten. Die Prester

ließen uns ungern ziehen. Gern hätten sie

uns noch ein paar Wochen dort behalten. -

An den Stationen merkten wir, daß wir

nach Frkr. fuhren. In steter Fahrt verging die

Zeit. Auch sahen wir wieder die herrlichen Ge-

genden die unser schönes Vaterland in sich

barg. In der Nacht vom Sonnabend zum


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  • December 20, 2019 12:47:56 Evelyn Weiser

     Seitenzählung 8R

    den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

    letzter Budenschüler übrigblieb.

    15. Januar 1915.

    Mit einer neuen Abteilung sollten wir

    nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

    kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

    in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

    Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

    gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

    sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

    quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

    bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

    gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

    wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

    Richtübungen.

    24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

    Batterie.

    6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

    8. März 1915.

    Neueingezogenen mußten wir wieder

     Seitenzählung 9

    Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

    quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

    Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

    Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

    garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

    lockend.

     Zeichnung mit Eichenlaub und Kanone

    18. März 1915.

    Heute nachmittag kam die Ent-

    scheidung. Um 4h nachmittags waren

    wir marschbereit u. schon ging

    es zum Bahnhof, wo wir bis 8h

    abends verladen sein mußten. Die Prester

    ließen uns ungern ziehen. Gern hätten sie

    uns noch ein paar Wochen dort behalten. -

    An den Stationen merkten wir, daß wir

    nach Frkr. fuhren. In steter Fahrt verging die

    Zeit. Auch sahen wir wieder die herrlichen Ge-

    genden die unser schönes Vaterland in sich

    barg. In der Nacht vom Sonnabend zum


  • December 20, 2019 11:48:28 Evelyn Weiser

    [Seitenzählung] 8R

    den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

    letzter Budenschüler übrigblieb.

    15. Januar 1915.

    Mit einer neuen Abteilung sollten wir

    nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

    kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

    in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

    Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

    gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

    sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

    quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

    bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

    gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

    wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

    Richtübungen.

    24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

    Batterie.

    6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

    8. März 1915.

    Neueingezogenen mußten wir wieder

    [Seitenzählung] 9

    Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

    quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

    Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

    Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

    garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

    lockend.

     Zeichnung mit Eichenlaub und Kanone

    18. März 1915.

    Heute nachmittag kam die Ent-

    scheidung. Um 4h nachmittags waren

    wir marschbereit u. schon ging

    es zum Bahnhof, wo wir bis 8h

    abends verladen sein mußten. Die Prester

    ließen uns ungern ziehen. Gern hätten sie

    uns noch ein paar Wochen dort behalten. -

    An den Stationen merkten wir, daß wir

    nach Frkr. fuhren. In steter Fahrt verging die

    Zeit. Auch sahen wir wieder die herrlichen Ge-

    genden die unser schönes Vaterland in sich

    barg. In der Nacht vom Sonnabend zum


  • December 20, 2019 11:47:13 Evelyn Weiser

    [Seitenzählung] 8R

    den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

    letzter Budenschüler übrigblieb.

    15. Januar 1915.

    Mit einer neuen Abteilung sollten wir

    nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

    kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

    in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

    Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

    gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

    sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

    quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

    bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

    gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

    wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

    Richtübungen.

    24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

    Batterie.

    6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

    8. März 1915.

    Neueingezogenen mußten wir wieder

    [Seitenzählung] 9

    Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

    quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

    Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

    Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

    garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

    lockend.

     Zeichnung mit Eichenlaub und Kanone

    18. März 1915.

    Heute nachmittag kam die Ent-

    scheidung. Um 4h nachmittags waren

    wir marschbereit u. schon ging

    es zum Bahnhof, wo wir bis 8h

    abends verladen sein mußten. Die Poester

    ließen uns ungern ziehen. Gern hätten sie

    uns noch ein paar Wochen dort behalten. -

    An den Stationen merkten wir, daß wir

    nach Frkr. fuhren. In steter Fahrt verging die

    Zeit. Auch sahen wir wieder die herrlichen Ge-

    genden die unser schönes Vaterland in sich

    barg. In der Nacht vom Sonnabend zum


  • December 19, 2019 21:42:34 Evelyn Weiser

    [Seitenzählung] 8R

    den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

    letzter Budenschüler übrigblieb.

    15. Januar 1915.

    Mit einer neuen Abteilung sollten wir

    nun endlich nach Döberitz u. von dort ins Feld

    kommen, aber zu aller Schrecken wurden wir

    in Magdeburg ausgeladen u. in die Artillerie-

    Kaserne des Rgts 4 gebracht, wo dann eine

    gräuliche, schreckliche Zeit unter dem Wchtm. Ander-

    sohn begann. 14 Tage später bezogen wir Bürger-

    quartiere in Biederitz bei Magdeburg. Ich wurde

    bei einem Fleischermeister frdl. aufgenommen u.

    gut bewirtet. Mit Verzweiflung begannen wir

    wieder Grundstellung, Ehrenbezeugung und

    Richtübungen.

    24. u. 25. Februar besichtigte ein General unsere

    Batterie.

    6. u. 7. März 1915. Heimaturlaub.

    8. März 1915.

    Neueingezogenen mußten wir wieder

    [Seitenzählung] 9

    Platz machen u. so bezogen wir wieder Bürger-

    quartier in Prester bei Magdeburg. Ich erhielt

    Unterkunft bei einem Kaufmann Graffunder.

    Hier sollten wir längere Zeit bleiben, was ich

    garnicht übelnahm, denn das Wetter war wenig ver-

    lockend.


  • December 19, 2019 21:27:08 Evelyn Weiser

    [Seitenzählung] 8R

    den bin. Für mich war es keine Freude, da ich als

    letzter Budenschüler übrigblieb.

    15. Januar 1915.


Description

Save description
  • 51.4728826||11.9723731||12||

    Halle (Saale)

  • 52.1259661||11.6418369||11||

    Magdeburg

  • 52.1504203||11.72783||13||

    Biederitz

  • 52.100441||11.6827105||14||

    Prester

  • 50.1676885||23.034996999999976||

    Oleszyce, Polen

    ||1
Location(s)
  • Story location Oleszyce, Polen
  • Document location Halle (Saale)
  • Additional document location Magdeburg
  • Additional document location Biederitz
  • Additional document location Prester


ID
12595 / 144473
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Contributor
Vera Choulant
License
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/


December 31, 1914 – March 18, 1915
  • Deutsch

  • Eastern Front
  • Western Front

  • Artillery
  • Gas Warfare
  • Medical
  • Trench Life



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