Max Kranz - Himmelfahrtskommando im Drachenballon

Title in English
Photo album of an artillery-soldier (Lt. Max Kranz) in Lorraine/France. Here: using a balloon for reconaissance and with a battery of artillery on foot.

Description
Max Kranz, Leutnant der Reserve der Fußartillerie, gehörte bis Februar 1916 als Zugführer der 4. Batterie des Landwehr-Fußartillerie Bataillons Nr. 8 an, das der 5. Landwehr-Division unterstellt war. Von September 1914 bis Februar 1916 wurde seine Einheit in der Woëvre-Ebene vor dem Festungsgürtel von Verdun eingesetzt (s. weitere Beiträge zu Max Kranz).++++++ Die ersten drei Fotos entstanden im Frühsommer 1915 und zeigen den Start eines Artillerie-Beobachtungsballons auf einer Wiese bei Olley. Die mit Wasserstoffgas gefüllten Fesselballone ließ man auf rund 600-1000 m Höhe steigen. Aus der Vogelperspektive leitete der im Korb des Ballons stehende Offizier über Feldtelefon das Feuer der eigenen Artillerie auf weitentfernte Ziele, die vom Boden nicht einsehbar waren. Mit dem Fernglas versuchte er, verdeckte Stellungen der gegnerischen Artillerie ausfindig zu machen. Zudem fotografierte er das Gelände jenseits der eigenen Linien. Doch waren die Fesselballone ein leichtes Ziel für feindliche Flieger. Sobald ein Ballon am Himmel gesichtet wurde, wurden die eigenen Fliegereinheiten informiert, um den gegnerischen Ballon schnellstmöglich abzuschießen. Da das Einholen eines Drachenballons mit einer Handwinde aus 1000 m Höhe bis zu einer Stunde in Anspruch nahm, währenddessen der Beobachter der Gefahr eines Abschusses preisgegeben war, galt der Einsatz in einem Beobachtungsballon buchstäblich als Himmelfahrtskommando. Ab Herbst 1915 rüstete die deutsche Armee ihre Ballone daher mit Fallschirmen aus. Darüber hinaus wurde der Ballon vom Boden aus mit massiertem Maschinengewehrfeuer und Luftabwehrgeschützen verteidigt. Die Handwinden zum Einholen des Ballons wurden durch leistungsstarke Motorwinden ersetzt. Trotz ihrer hohen Verwundbarkeit und trotz zunehmender Bedeutung von Aufklärungsflugzeugen blieb der Ballon bis Kriegsende bei allen Armeen ein unentbehrliches Mittel der Artilleriebeobachtung. ++++++ Das vierte Foto entstand 1917 oder 1918 an der Westfront. Es zeigt deutsche Offiziere, darunter einen Cousin von Max Kranz, neben einem Ballon des neuen AE-Typs. Dieser wies gegenüber dem Vorgängermodell erhebliche Verbesserungen auf. So ließ er höhere Steighöhen zu und konnte selbst bei starkem Wind noch aufsteigen. Der neue Ballontyp war erst während des Krieges in Frankreich von Albert Caquot entwickelt worden. In Deutschland konnte er schon bald dank eines Beuteexemplars nachgebaut werden. ++++++ Das fünfte Foto zeigt die beiden Leutnants Max Kranz (mit Spazierstock) und Franz Dischinger (mit Armbanduhr) neben einer Geschützbedienung in einer Feuerstellung bei Olley (ergänzend dazu der Beitrag "Max Kranz - Franz Dischinger" http://www.europeana1914-1918.eu/de/contributions/4159). ++++++ Auf dem sechsten Foto ist Max Kranz mit den Soldaten seines Zuges abgebildet.
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ID
1234
Source
http://europeana1914-1918.eu/...
Number of items
6
Person
Max Kranz
Origin date
1915
Language
Deutsch
Keyword
Artillery
Fronts
Aerial Warfare, Western Front
Force
Central Powers
Location
Olley
Contributor
Rolf Kranz
License
http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
  • 49.1484118||5.764753499999983||
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    Olley

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